Aeppli will Kurse für Eltern von aggressiven Schülern Sonntag, 8. Juli 2007 / 10:21 Uhr
Zürich - Die Zürcher Bildungsdirektorin Regine Aeppli will die Eltern von aggressiven Schülern künftig zur Teilnahme an Kursen zwingen. Eltern, die nicht mitmachen, sollen gebüsst werden.
 Betont die Mitwirkungspflicht der Eltern: Zürichs Bildungsdirektorin Aeppli.
Wenn ein Kind durch aggressives Verhalten auffalle, müssten seine Eltern künftig einen Kurs besuchen, in dem die Probleme auf den Tisch gelegt werden, sagte Aeppli in einem Interview mit der «NZZ am Sonntag». Es sei entscheidend, dass die Eltern so früh wie möglich in die Verantwortung genommen würden.
Versuche in Deutschland hätten gezeigt, dass die Verpflichtung zum Besuch von Kursen zur Gewaltprävention etwas bringe. Eltern, die sich ihrer Mitwirkungspflicht entzögen, können laut Aeppli gemäss dem neuen Volksschulgesetz mit einer Busse bestraft werden.
Die Bildungsdirektorin erwartet von den neuen Massnahmen, dass aggressives Verhalten noch vor der Pubertät entdeckt wird. Wenn Pubertierende gewalttätig würden, sei es oft zu spät, sagt die Bildungsdirektorin.
(ht/sda)
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