CVP will Massnahmen gegen Jugendgewalt Dienstag, 9. Oktober 2007 / 13:25 Uhr
Bern - Der Nationalrat plant, in der Wintersession eine gebündelte Debatte über Jugendgewalt zu führen. Sein Büro will einem Antrag der CVP stattgeben, die ein ganzes Bündel von Motionen zu diesem Thema eingereicht hat.
 Kritisiert Blocher: CVP-Präsident Darbellay.
Parteipräsident Christophe Darbellay und die Nationalrätinnen Viola Amherd (VS) und Ida Glanzmann (LU) präsentierten in Bern ihre Vorstösse. An einer «Nationalen Jugendkonferenz» sollten alle wichtigen Akteure wie Kantone, Städte und Experten zusammensitzen und das Querschnittsthema Jugendgewalt ausleuchten.
Für die Sicherheit in der Schweiz seien seit 2003 zwei SVP-Bundesräte verantwortlich, sagte Darbellay. Heute gebe es aber nicht mehr Sicherheit als vor vier Jahren. Justizminister Christoph Blocher sei gegen das Phänomen der Jugendgewalt nicht wirklich vorgegangen, sondern habe es zum Ausländerproblem erklärt.
Aufstockung der Polizei
Es brauche endlich eine Aufstockung der Polizeibestände um 3000 Beamtinnen und Beamte, forderte Darbellay. Nur wenn dank mehr Polizei die Aufklärungsrate steige, sinke auch die Kriminalitätsrate. Das System der Inneren Sicherheit und dessen Finanzierung müssten überprüft werden.
Es gehe darum, die Ursachen der Jugendgewalt zu bekämpfen und in die Integration der Jugendlichen in die Gesellschaft zu investieren, sagte Darbellay. Erfolgversprechend sei nur ein Massnahmenpaket, das Prävention, Ausbildung und Repression auf allen staatlichen Ebenen koordiniere.
(ht/sda)
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