HINTERGRUND
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Schweizer wollen jugendliche Straftäter ausschaffen

Sonntag, 10. Februar 2008 / 11:21 Uhr

Bern - Junge Ausländer, die schwere Straftaten begangen haben, sollen ohne Verzug ausgeschafft werden. Diese Haltung vertreten laut einer Umfrage 69 Prozent der Schweizer Bevölkerung. Jeder zweite findet nebst Strafen auch die Erziehung wichtig.

Bei der Jugendgewalt ist nicht nur die Bestrafung, sondern auch die Erziehung ein entscheidender Faktor. (Archivbild)

Für die im «SonntagsBlick», «Le Matin Dimanche» und «Il Caffe» publizierte Umfrage hat das Institut Demoscope am 6. und 7. Februar 913 Personen befragt - wenige Tage, nachdem am Karneval in Locarno ein Tessiner Student zu Tode geprügelt worden war.

Auf die Frage, ob man ausländische Jugendliche nach schweren Straftaten ausweisen soll, sprachen sich 69 Prozent für «Sofort ausweisen» aus, 26 Prozent äusserten sich dagegen. 5 Prozent waren unentschieden.

50 Prozent der Befragten sprachen sich im weiteren dafür aus, nicht nur zu strafen, sondern auch zu erziehen.

23 Prozent waren der Meinung, gegen Jugendgewalt müsse mit härteren Strafen vorgegangen werden. 21 Prozent meinten, auch die Eltern müssten bestraft werden.

(rr/sda)


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